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March 2003, as written by Thibault Schneeberger: Brazen started around 1995, back when we were four teenagers trying to escape the boredom of long Saturday afternoons in the basement of an elementary school in Geneva. In those early days, our so-called weekly rehearsals would stretch from early in the afternoon until late in the evening, and consisted mostly of drinking the biggest possible amount of ice tea from the local chain-store, playing cards, eating tons of Flip chips, and playing more cards. Luckily, there were times when we would eventually plug our instruments in and try to come up with a consistent repertoire for our occasional live appearances in local youth centers or at small summer fests. After multiple attempts at finding a proper band name, we came up with Brazen when our guitar player Robin Jossen, back from a summer holiday in Dublin, suggested “Brazen Heads”, taken from the oldest pub in the Irish capital. We made our own revolution months later, and cut the “heads” to avoid sounding like dozens of other bands. Brazen sounded good enough. With a fair amount of songs now on the table, we decided to record demos. One of those early songs appeared on a local compilation. Around the same period, we played for a local TV kids-show, and sweated for the first (and only) time under the heat of TV-set spotlights. Our former drummer left in 1997 and was instantly replaced by childhood friend Emile Nobs. Coincidentally, that’s when we started to seriously lurk out of the egg-box-covered-walls of our practice room. We eventually got rid of our teenage demons, started to write more solid and darker songs, and recorded our first two-song 7” in the fall of 1998. We released it ourselves and tried to spread it around as much as we could. Our first shows outside Switzerland only came a year later, as we embarked on a mini-tour which drove us from foggy Austrian villages to the confines of Slovenia. This was just the beginning of it all, and we were ready to conquer the world. The same year, our hometown mates Knut had recorded three amazing-sounding songs with Serge Morattel, who had just built his own recording studio in Geneva. With a bunch of brand new songs on our shelves we teamed up with Serge and, in the first days of 2000, recorded the 5 songs which were to become “…As Floods decrease”. We first released the record by ourselves on colored vinyl 10”, to have it later issued on CD by both Snuff Records and Molaire Industries. A few weeks after the recording sessions, Emile (drums) left for an extensive trip around the world, and this being the worst time for a break, we asked Mark Blakebrough to come and play with us. We had seen Mark with his prior band Grace, and we had been floored by his extremely heavy, yet emotional approach of drumming. Mark literally transcended the sound of the band and in the summer of 2000, we toured Germany with swedish band Switchblade and had a great time in the dusty german clubs. By the end of 2000, we entered Serge Morattel’s Rec Studio again and laid onto tape “Statues and Waifs”, followed by “Everlasting Gestures” a bit later, both of which were released together on the split double 3” CD with KVLR that came out on Snuff Records. To celebrate this release, we toured with KVLR in the summer of 2001 in Germany and Switzerland, and learnt extensively the Swedish way of “rocking hard and drinking harder”. Then started a long period of writing, demoing, and convincing Loïc Broennimann, our now departed bass player, not to leave the band. Early 2002, following a handful of shows as opener for Cave In, the impending threat eventually came true, as our original bass player and long-time friend Loïc decided to leave us in March 2002. It took us a few weeks to recover from the bad news, but fortunately Michel Blanc (ex-member of pop band sinner dc) knocked on our door and fulfilled an impossible mission: practise intensively for 2 months and head with us into Rec Studio end of June 2002 to record what would become “Orphaned”. The writing and recording of this full-length was probably the toughest and most challenging thing we’d ever done, partly due to the last-minute bass situation and the fact that we tried to push the envelope to avoid repeating ourselves. The recording sessions took a bit longer than expected, and we headed back to the studio in November to mix and polish the whole album, which was released on Sticksister Records (KVLR, Favez, etc.) in the spring of 2003. Updated on August 31, 2005 Deutsche Version: Von Thibault Schneeberger im März 2003 geschrieben: Brazen gründeten sich um 1995 herum, als wir noch vier Teenager waren, die versuchten der Langweile von langen Sonntag Nachmittagen zu entfliehen, die wir im Keller einer Grundschule in Genf verbrachten. In diesen Tagen erstreckten sich unsere sogenannten wöchentlichen Proben vom frühen Nachmittag bis hin zum späten Abend, in denen wir aber hauptsächlich versuchten die größtmögliche Menge an Eistee vom lokalen Kettenladen zu trinken, Karten spielten, Tonnen von Flip-Chips aßen und noch mehr Karten spielten. Glücklicherweise gab es auch Tage, an denen wir unsere Instrumente einstöpselten und versuchten uns ein konsequentes Repertoire für unsere gelegentlichen Auftritte in lokalen Jugendzentren oder auf kleinen Sommerfestivals auszudenken. Nach mehrfachen Versuchen einen passenden Bandnamen zu finden, stießen wir auf den Namen Brazen, als unser Gitarrist Robin Jossen, gerade zurück von seinem Sommerurlaub in Dublin, „Brazen Heads“ vorschlug, den er dem ältesten Pub der irischen Hauptstadt entnommen hatte. Monate später machten wir unsere eigene kleine Revolution und schnitten „Heads“ ab, um nicht wie ein Dutzend anderer Bands zu klingen. Brazen hörte sich gut genug an. Mit einer ordentlichen Menge an neuen Songs auf dem Tisch, entschieden wir uns Demos aufzunehmen. Einer jener früheren Songs erschien auf einer lokalen Compilation. Ungefähr zur gleichen Zeit spielten wir für eine lokale Kindersendung und schwitzten für das erste (und letzte) Mal unter der Hitze von TV-Scheinwerfern. Unser früherer Schlagzeuger verließ uns 1997, der sogleich von unserem Kindheitsfreund Emile Nobs ersetzt werden konnte. Zufälligerweise war das genau um die Zeit rum, als wir ernsthaft versuchten aus unserem mit Eierverpackungen bedeckten Wänden unseres Proberaums zu schleichen. Letztendlich konnten wir auch unsere Teenagerdämonen loswerden, fingen an solidere und dunklere Songs zu schreiben und nahmen unsere erste 2-Lieder 7’’ im Herbst 1997 auf. Wir veröffentlichten sie selber und versuchten sie so gut wie möglich unter die Leute zu bringen. Unsere ersten Auftritte außerhalb der Schweiz hatten wir ein Jahr später, als wir auf eine kleine Mini-Tour gingen, die uns von nebligen österreichischen Dörfern bis an die Grenzen von Slowenien führte. Dies war jedoch nur der Anfang und wir waren bereit, die Welt zu erobern! Im gleichen Jahr haben unsere Heimatstadtbuddies Knut drei fantastisch klingende Lieder mit Serge Morattel aufgenommen, der gerade sein eigenes Aufnahmestudio in Genf gebaut hatte. Mit einem Haufen brandneuer Songs taten wir uns mit Serge in den ersten Tagen des Jahres 2000 zusammen und nahmen fünf Lieder auf, die zu der EP „…As Floods Decrease“ wurden. Wir veröffentlichten die Aufnahmen zuerst als farbige 10’’ selber, bis sie später von Snuff Records und Molaire Industries als CD herausgebracht wurden. Einige Wochen nach den Aufnahmen im Studio verließ uns unser Schlagzeuger Emile, um eine langen Trip um die Welt zu machen. Da das allerdings eine ziemlich schlechte Zeit für so eine lange Pause war, fragten wir Mark Blakebrough, ob er Lust hätte bei uns mitzumachen. Wir haben ihn mit seiner früheren Band Grace live spielen sehen und waren beeindruckt von seinem extrem schweren, jedoch auch sehr emotionalen Schlagzeugspiel. Mark hat den Sound der Band definitiv vorangebracht! Im Sommer 2000 tourten wir dann mit der schwedischen Band Switchblade durch Deutschland und hatten eine großartige Zeit in den staubigen deutschen Clubs. Am Ende des Jahres 2000 gingen wir noch mal ins Studio von Serge und nahmen „Statues and Waifs“ gefolgt von „Everlasting Gestures“ auf, die wir zusammen mit KVLR auf einer Split-Doppel-3’’ durch Snuff Records veröffentlichten. Um diese Veröffentlichung auch gebührend zu feiern, tourten wir mit KVLR durch Deutschland und die Schweiz und lernten ausführlich die schwedische Art und Weise zu feiern: „rocking hard and drinking harder“. Danach startete eine lange Phase des Schreibens, Aufnehmens und des Überredens, denn wir versuchten Loïc Broennimann zu überzeugen die Band nicht zu verlassen. Anfang 2002, als wir eine handvoll Shows für Cave In eröffneten, wurde die bevorstehende Gefahr jedoch Wirklichkeit und unser Bassist und Langzeitfreund entschied sich die Band im März 2002 zu verlassen. Es brauchte ein paar Wochen, bis wir uns von den schlechten Neuigkeiten erholt hatten. Glücklicherweise aber klopfte Michel Blanc (Ex-Mitglied von der Pop-Band Sinner dc) an unserer Tür und erfüllte die fast unmögliche Mission: er übte intensiv mit uns für zwei Monate, um dann schnell ins Studio zu gehen, um das aufzunehmen, was „Orphaned“ werden sollte. Das Schreiben und Aufnehmen dieser Platte war das wohl Schwerste und Herausfordernste, was wir je gemacht haben. Teilweise aufgrund dieser mehr als kurzfristigen Bass-Situation und der Tatsache, daß wir versuchten bis an unsere Grenzen zu gehen, um zu vermeiden, daß wir uns wiederholten. Die Aufnahmen dauerten ein wenig länger als erwartet, so daß wir schnell wieder zurück ins Studio gingen, um das Album noch mal aufzumöbeln und zu mischen. Im Frühling 2003 wurde es dann auf Sticksister (KVLR, Favez etc.) veröffentlicht. |
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